Beleuchtung und Beheizung:

Wir verwenden meistens zwei Beleuchtungen pro Terrarium. Eine Leuchtstoffröhre (die kaum Wärme abgibt) und einen Spotstrahler. Somit kann die Temperatur auch abhängig von den Aussentemperaturen (Sommer, Winter) optimal gesteuert werden. Im Sommer ist dann z.B. die Leuchtstoffröhre 12 Stunden an. Der Spotstrahler läuft lediglich morgens ab 10.00 Uhr bis mittags 15.00 Uhr. Je nach Jahreszeit verwenden wir verschieden starke Spotstrahler. Im Sommer reichen 25 Watt – 40 Watt und im Winter dann eben etwas stärker. Je nach Terrariumgröße ist dann die Stärke des Spotstrahlers zu wählen. Somit wird genug Wärme aufgebaut, die sich dann den Tag über hält und gegen Abend wieder sinkt. Es gibt immer einen Sonnenplatz, der ca. 34 Grad aufweist. Ansonsten sind verschiedene Klimazonen vorhanden ( ca. 27 – 33 Grad). Damit haben wir bis jetzt die besten Erfahrungen machen können.

Über Heizmatten lässt sich ja grundsätzlich streiten. Manche sagen, man soll dringend die Finger davon weglassen, da die Schlangen sonst austrocknen. Andere finden es wiederum gut.

Wir persönlich haben in unseren großen Kornnatterbecken (140cm x 135cm x 60cm) auch zwei Heizmatten, die am Boden angebracht sind. Diese laufen aber lediglich zur Übergangszeit Herbst / Winter und Winter / Frühjahr. Die Heizmatten sind dann so gesteuert, dass diese morgens wenn das Licht angeht ca. 1,5 Stunden heizen und abends bevor das Licht ausgeht nochmals ca. 1,5 Stunden

Luftfeuchtigkeit:

 

Die Luftfeuchtigkeit hält sich tagsüber bei ca. 50% und nachts bei ca. 70%. Dies wird lediglich durch eine größere Wasserschale erreicht. Zusätzlich bieten wir den Schlangen eine Box mit feuchtem Moos (Spaghnum Moos). Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit und hilft den Schlangen während der Häutungsphase. Diese Box wurde bisher von allen Schlangen gut angenommen und Häutungsschwierigkeiten gab es bisher eigentlich nie.

 

Terrarium:

Jeder hat unterschiedliche Vorstellungen wie ein Terrarium gebaut und wie es eingerichtet sein soll. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Holzterrarien mehrere Vorteile gegenüber Glasterrarien bieten:

Leichter als Glas, speichert Wärme besser – daher geringerer Stromverbrauch, weil kleinere Spots ausreichen, flexibler……Wir sehe ein Terrarium nicht nur als Holzkiste an sondern versuche es optisch von aussen wie ein Möbelstück und von innen wie in freier Natur aussehen zu lassen. Daher werden die meisten Terrarien von uns mit Möbelholzplatten gebaut. Dies hat auch den Vorteil, dass das Holz, durch die Beschichtung  bereits wasserabweisend ist!

Es werden meistens eigene Rückwände hergestellt und verbaut. Diese sind so beschichtet, dass man Sie leicht mit einem feuchtem Lappen abwaschen kann. Ist praktisch und sieht einfach genial aus.Ansonsten wird die Einrichtung möglichst naturgetreu gewählt. Kletteräste, Korkrinden, Kunstpflanzen, Bodengrund, Wasserschale, Box mit feuchtem Moos (Spaghnum Moos).

Als Bodengrund wird von uns meist Pinienrinde oder Repti Bark verwendet. Damit haben wir nur positive Erfahrungen machen können. Bisher hatten wir noch nie Probleme mit Schimmel oder ähnlichem.

Fressverhalten:

Wir verfüttern ausschliesslich Frostfutter. Hat den Vorteil, dass sich die Schlangen nicht verletzen können (durch Bisse vom Futtertier). Ausserdem ist es praktischer, da die Frostmäuse gekauft und dann wieder eingefroren werden. Bei uns in der Nähe gibt’s auch keinen Händler, wo wir jede Woche Mäuse kaufen könnten. Manche sagen, dass die Frostmäuse weniger Vitamine etc.. haben wie lebende. Dies ist wahrscheinlich schon zutreffend. Wir geben bei jeder fünften Fütterung etwas Vitamine dazu.

Ausgewachsene Tiere (ca. ab 3 Jahren) bekommen bei uns alle 14 Tage eine Maus.

Jüngere Tiere ( Subadult) bekommen bei uns alle 7 Tage eine Maus.

Babys werden bei uns am Anfang alle 4 Tage mit einer Babymaus gefüttert.

Bei uns werden Schlangen während der Häutungsphase nicht gefüttert, da die Tiere das Futter in dieser Zeit auch nicht annehmen. Grundsätzlich sagen wir, wenn eine Schlange in der Häutungsphase eine Maus annimmt, kann Sie auch gefüttert werden. Man sieht sehr schnell, ob das Futter angenommen wird oder nicht. Sollte die Schlange die Maus wieder auswürgen, weiss man, dass man die Fütterung in der Häutungsphase aussetzen sollte. So macht eben jeder seine eigenen Erfahrungen.

Wir konnten so nur gute Erfahrungen sammeln.

Gründe für Futterverweigerung:             Lösungen können sein:

 

- schwankende Temperaturen                                         - konstante Wärmequelle wählen

- zu kalt                                                                           - zusätzliche Wärmequelle (z. B. Spotstrahler )

- zu warm                                                                        - z. B. schwächeren Spotstrahler verwenden

- Häutungsphase                                                             - kein Problem, nach der Häutung wieder füttern

- Krankheit der Schlange                                                 - dringend TA aufsuchen                                        

- Unterdrückung anderer Schlangen                                - Tiere trennen / Einzelhaltung

- Zu kurzer Abstand zur letzten Fütterung                    - Fütterungsintervalle erhöhen

- Größe der Futtertiere (zu groß!!)                                 - Kleinere Mäuse anbieten

- Paarungszeit bzw. Paarungsverhalten                          - in dieser Zeit ist Futterverweigerung normal

- Trächtigkeit der Weibchen                                           - in dieser Zeit ist Futterverweigerung normal